Der Urlaub ist gerade erst vorbei – und trotzdem sind nach wenigen Tagen die Schultern schon wieder angespannt, der Schlaf unruhiger und der Kopf voll.

„Eigentlich müsste ich doch erholt sein. Ich war doch gerade im Urlaub …"

Diesen Satz höre ich im September immer wieder in meiner Shiatsu-Praxis in München.

Und eigentlich ist es gar nicht so überraschend.

Mit dem September beginnt für viele von uns nicht einfach nur wieder die Arbeit. Die Kinder gehen zurück in die Schule, Termine füllen den Kalender, E-Mails warten, der Wecker klingelt früher und plötzlich gibt es wieder hundert Dinge, an die gleichzeitig gedacht werden muss.

Von einem Tag auf den anderen soll alles wieder funktionieren.

Unser Körper wechselt aber nicht immer so schnell vom Urlaubsmodus zurück in den Alltag wie unser Terminkalender.


Wenn der Alltag plötzlich wieder den ganzen Raum einnimmt

Im Urlaub verändert sich unser Rhythmus.

Vielleicht schlafen wir etwas länger, verbringen mehr Zeit draußen, bewegen uns anders oder essen später. Vor allem aber müssen wir häufig weniger auf die Uhr schauen.

Und dann kommt der Alltag zurück.

Der Wecker. Der Weg zur Arbeit. Meetings. Nachrichten. Einkaufen. Kinder abholen. Termine organisieren. Und irgendwo dazwischen all die kleinen Dinge, die man „noch schnell" erledigen wollte.

Oft merken wir zunächst gar nicht, wie schnell die innere Anspannung wieder zunimmt.

Bis der Nacken zieht.

Die Schultern ständig hochgezogen sind.

Der Rücken sich am Abend bemerkbar macht.

Oder wir eigentlich müde ins Bett gehen – und der Kopf trotzdem nicht aufhören möchte zu denken.

Stress findet eben nicht nur im Kopf statt.


Stress zeigt sich auch im Körper

Stress gehört grundsätzlich zum Leben. Er ist eine natürliche Reaktion unseres Körpers auf Situationen, in denen wir gefordert sind.

Ein gewisses Maß an Stress kann uns sogar helfen, aufmerksam zu sein und Aufgaben zu bewältigen.

Problematischer wird es, wenn die Belastung zu groß wird oder über längere Zeit anhält.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt, dass Stress sowohl Psyche als auch Körper beeinflussen kann. Mögliche Anzeichen sind unter anderem Schwierigkeiten, sich zu entspannen oder zu konzentrieren, Schlafprobleme, Kopfschmerzen, andere körperliche Beschwerden oder Verdauungsprobleme.

Manchmal sind es aber gar nicht die großen Symptome, die wir zuerst wahrnehmen.

Vielleicht stellen wir irgendwann fest, dass wir ständig die Zähne zusammenbeißen.

Dass die Schultern fast automatisch nach oben wandern.

Dass die Atmung flacher geworden ist.

Oder dass wir zwar auf dem Sofa sitzen, innerlich aber schon beim nächsten Punkt auf unserer To-do-Liste sind.

Für mich sind solche Momente interessant.

Nicht, weil hinter jeder Verspannung gleich ein großes Problem stecken muss. Sondern weil unser Körper uns manchmal früher zeigt als unser Kopf, dass wir eine Pause brauchen könnten.


„Aber ich hatte doch gerade Urlaub …"

Natürlich können Ferien unglaublich guttun.

Aber zwei oder drei Wochen Erholung können nicht immer alles ausgleichen, was sich über Monate angesammelt hat.

Vor allem dann nicht, wenn wir direkt nach der Rückkehr wieder mit demselben Tempo weitermachen wie vorher.

Das bedeutet nicht, dass der Urlaub „nichts gebracht" hat.

Vielleicht stellt sich vielmehr eine andere Frage:

Wie kann ich ein bisschen von dieser Ruhe mit zurück in meinen Alltag nehmen?

Denn wenn die nächste wirkliche Pause erst Weihnachten oder der nächste Urlaub ist, liegt ziemlich viel Alltag dazwischen.


Schlaf – oft einer der ersten Bereiche, in denen wir Veränderungen bemerken

Stress und Schlaf beeinflussen sich gegenseitig.

Manche Menschen können abends nicht einschlafen, obwohl sie müde sind. Andere schlafen schnell ein, werden aber mitten in der Nacht wach – und plötzlich läuft im Kopf die Liste für den nächsten Tag.

Und manche schlafen eigentlich genügend Stunden und wachen morgens trotzdem auf, als hätten sie kaum richtig abgeschaltet.

Das amerikanische National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH), das zu den National Institutes of Health gehört, weist ebenfalls auf den Zusammenhang zwischen länger anhaltendem Stress, psychischem Wohlbefinden und Schlafproblemen hin.

Nicht jede schlechte Nacht ist deshalb gleich ein Schlafproblem.

Aber wenn wir über längere Zeit nicht mehr richtig zur Ruhe kommen, lohnt es sich hinzuschauen – und nicht erst dann, wenn gar nichts mehr geht.

Sie möchten wissen, wie eine Shiatsu-Behandlung konkret abläuft? Hier erfahren Sie mehr über meine Methode – oder vereinbaren Sie direkt einen Termin.


Und was hat Shiatsu damit zu tun?

Für mich beginnt ein wichtiger Teil einer Shiatsu-Behandlung in München mit etwas sehr Einfachem:

Für eine Weile müssen Sie nichts tun.

Kein Handy. Keine Nachricht beantworten. Keinen Termin organisieren. Nichts leisten.

Beim Shiatsu bleiben Sie bekleidet und liegen auf einem Futon am Boden. Mit achtsamen Drucktechniken, Dehnungen und sanften Mobilisationen arbeite ich individuell mit Ihrem Körper und dem, was sich an diesem Tag zeigt.

Viele Menschen kommen zu mir, weil sie sich angespannt fühlen, schlecht abschalten können oder das Gefühl haben, ständig „unter Strom" zu stehen.

Und die Reaktionen nach einer Behandlung können ganz unterschiedlich sein.

Manche sagen mir, dass sie plötzlich wieder tiefer atmen können.

Andere spüren, dass ihre Schultern weicher geworden sind.

Manche merken erst nach der Behandlung, wie angespannt sie vorher eigentlich waren und manchmal ist es noch viel einfacher:

Eine Stunde lang musste einfach nichts erledigt werden.

Auch das kann wertvoll sein.


Was kann man von Shiatsu erwarten – und was nicht?

Mir ist wichtig, an dieser Stelle keine Versprechen zu machen, die Shiatsu nicht halten kann.

Shiatsu ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung, wenn eine solche notwendig ist. Auch die wissenschaftliche Studienlage speziell zu Shiatsu reicht bisher nicht aus, um zu behaupten, dass Shiatsu Stress, Angststörungen oder Schlafstörungen „behandelt".

Zu körperorientierten und komplementären Verfahren insgesamt gibt es mehr Forschung. Die Ergebnisse sind jedoch je nach Methode und untersuchter Personengruppe unterschiedlich.

Für mich gehört Shiatsu deshalb nicht in die Kategorie „Eine Behandlung und der Stress ist weg."

Das wäre auch wenig realistisch.

Denn der Alltag wartet nach der Behandlung schließlich immer noch vor der Tür.

Shiatsu kann aber einen Raum schaffen, in dem der Körper zur Ruhe kommen darf und wir wieder bewusster wahrnehmen können, wie es uns eigentlich geht.


Eine Shiatsu-Behandlung – oder lieber mehrere?

Manchmal ist eine einzelne Behandlung genau das Richtige.

Ein Moment zum Durchatmen, wenn gerade besonders viel los ist.

Wenn Stress, innere Unruhe oder Verspannungen allerdings schon länger bestehen, arbeite ich lieber über einen gewissen Zeitraum regelmäßig.

Denn auch nach einer Shiatsu-Behandlung gehen wir zurück an den Schreibtisch, tragen Einkaufstaschen, sitzen wieder in der U-Bahn, kümmern uns um die Familie und begegnen denselben Situationen, die vorher schon anstrengend waren.

Mehrere Behandlungen in kürzeren Abständen geben uns die Möglichkeit zu beobachten:

Was verändert sich?

Wo hält der Körper immer wieder fest?

Was tut gut?

Und wie lange hält dieses Gefühl an?

Deshalb biete ich in meiner Praxis für Shiatsu in München auch eine Begleitung über vier Shiatsu-Behandlungen innerhalb von zwei Monaten an.

Dabei geht es nicht darum, möglichst oft Shiatsu „zu brauchen".

Im Gegenteil.

Es geht auch darum, den eigenen Körper wieder früher wahrzunehmen – vielleicht schon bevor aus ein bisschen Anspannung ein dauerhaft hochgezogener Nacken wird.


Vielleicht muss der September nicht zum Sprint bis Weihnachten werden

Der September fühlt sich für viele Menschen wie ein kleiner Neustart an.

Wir organisieren, planen, beginnen wieder mit Sport, nehmen uns Dinge für die kommenden Monate vor und füllen unseren Kalender.

Vielleicht darf zwischen all diesen Terminen auch etwas anderes stehen:

Zeit, in der nichts erledigt werden muss.

Nicht erst dann, wenn der Körper laut genug protestiert.

Sondern vorher.

In meiner Shiatsu-Praxis in München-Lehel begleite ich Menschen, die sich mehr Ruhe im Alltag wünschen, körperliche Anspannung loslassen und sich bewusst Zeit für sich nehmen möchten.

Meine Praxis liegt zentral in München-Lehel und ist auch aus der Altstadt, Haidhausen und Bogenhausen gut erreichbar.

Vielleicht ist eine gute Entscheidung für diesen September deshalb gar kein neuer Vorsatz.

Sondern einfach die Entscheidung, nicht bis zum nächsten Urlaub zu warten, um sich eine Pause zu erlauben.

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Sie möchten spüren, wie sich echtes Loslassen anfühlt? Vereinbaren Sie einen Termin in meiner Praxis in München-Lehel – oder lesen Sie mehr über meine Shiatsu-Methode.


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World Health Organization (WHO) Stress – Questions and Answers, 2026 https://www.who.int/news-room/questions-and-answers/item/stress

National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH / National Institutes of Health) Stress, Anxiety, and Sleep Problems – Considering Complementary Approaches https://www.nccih.nih.gov/health/stress-anxiety-and-sleep-problems-considering-complementary-approaches

National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH / National Institutes of Health) Sleep Disorders and Complementary Health Approaches https://www.nccih.nih.gov/health/sleep-disorders-and-complementary-health-approaches